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Squalan – ein völlig unterschätztes Pflegeöl

Squalan

Squalan ist ein hauteigenes Öl, das Vielen nicht bekannt ist. Es ist aber ein wichtiger Bestandteil der Hautschutzbarriere. Der Stoff erzeugt ein seidig weiches Hautgefühl, ganz ohne zu fetten. Was das Öl genau bewirkt, welche Vorteile es in Kosmetikprodukten hat und ob Squalan oder Hyaluron besser ist, erklären wir Dir in diesem Blogbeitrag.

Was ist Squalan?

Squalan ist ein durchsichtiges, geruchsloses Öl. Oft wird es aus Oliven gewonnen. Anders als Olivenöl fettet es jedoch nicht, sondern sorgt für ein seidig weiches Hautgefühl. Eine nachhaltigere Form ist die Gewinnung aus Zuckerrohr. Wird der Inhaltsstoff aus Pflanzen hergestellt, ist er zu 100 Prozent vegan.

Die Begriffe Squalane, Squalen, Squalan oder Phytosqualan meinen alle ein und denselben Inhaltsstoff. Bei diesen ähnlichen Begriffen kann man leicht durcheinanderkommen, deshalb folgt eine kurze Erklärung jedes Begriffs:

  • Squalane: Die korrekte Bezeichnung des Inhaltsstoffs auf der INCI-Liste ist Squalane. Die INCI-Liste ist die Internationale Nomenklatur für kosmetische Inhaltsstoffe. Diese ist eine internationale Richtlinie zur korrekten Angabe von Inhaltsstoffen.
  • Squalen: Das ist der Stoff, der tatsächlich in der Haut enthalten ist. Der menschliche Talg Haut enthält ca. 13 % Squalen. Dieser Stoff ist aber nicht zur Herstellung von Kosmetikprodukten geeignet. Squalen ist eine ungesättigte Fettsäure mit einer dementsprechend kurzen Haltbarkeit. 
  • Squalan: Squalen wird für Kosmetikprodukte in Squalan umgewandelt. Zweiteres oxidiert nicht so schnell und ist daher länger haltbar.
  • Phytosqualan: Dieser Begriff bedeutet, dass das Squalan aus Pflanzen hergestellt wird. Das ist die Regel bei Kosmetikprodukten mit Squalane.

Wusstest Du, dass…?

Fettsäuren Ketten aus bis zu 26 Kohlenstoffatomen sind. Diese sind durch eine einfache oder doppelte Bindung chemisch verknüpft. Eine oder mehrere Doppelbindungen sind dann sogenannte einfach oder mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

Ist Squalan schädlich?

Nein, Squalan ist nicht schädlich. Einerseits ist der Stoff in unbearbeiteter Form in unserer Haut vorhanden, andererseits kommt er sehr oft in der Natur vor. Der Name Squalane kommt daher, dass der Stoff früher aus Haifischleber hergestellt wurde. Der lateinische Begriff Squalus bedeutet größerer Seefisch. Haifischleberöl enthalt große Menge von Squalan und wurde lange in der traditionellen Medizin verwendet.

Es gibt aber auch zahlreiche pflanzliche Quellen. Beispiele hierfür sind Olivenöl, Palmöl, Weizenkeimöl, Amaranthöl oder Reiskleieöl. Squalan hat daher einen natürlichen Ursprung und kann vielfältig genutzt werden.

Wirkungen: bewahrt Feuchtigkeit, hemmt übermäßige Talproduktion und wirkt antioxidativ

Als Öl schützt es die Haut vor Feuchtigkeitsverlust. In Verbindung mit Feuchtigkeitsspendern wie Glycerin oder Hyaluron kann es für mehr Feuchtigkeit in der Haut sorgen. Squalane sorgt für ein seidig weiches Hautgefühl, ohne zu fetten. Das heißt, nach der Anwendung hinterlässt es keinen unschönen Fettfilm auf der Haut.

Weil das Öl bereits zu einem kleinen Teil im menschlichen Talg enthalten ist, hat es eine hohe Verträglichkeit. Deshalb ist es für jeden Hauttyp geeignet. Nebenwirkungen kommen in purer Form nahezu nicht vor. Auch in Studien wurden die positiven Eigenschaften mehrfach bestätigt:

  • Teil des Hydro-Lipid-Films (=schützende Schicht) auf der Haut
  • stärkt die Barrierefunktion der Haut
  • schützt vor Feuchtigkeitsverlust
  • verbessert das Einziehverhalten von Kosmetikprodukten
  • wirkt als Antioxidans
  • sorgt für eine seidig weiche Haut

Squalane wirkt als Antioxidans ähnlich wie Vitamin C. Doch was bedeutet das genau? Antioxidantien schützen unsere Haut vor freien Radikalen (=Zwischenprodukte unseres Stoffwechsels). Diese entstehen nämlich überall in unserem Körper und schädigen die Zellen.

Squalan sorgt außerdem dafür, dass andere hauteigene Fette nicht oxidieren. Das heißt, dass sich diese Stoffe nicht mit Sauerstoff verbinden. Denn dadurch verlieren sie ihre Wirksamkeit.

Squalan wirkt antioxidativ im Kampf gegen freie Radikale.

Anwendung: lieber pur oder in Kosmetikprodukten?

Es gibt verschiedene Anwendungsarten von Squalan. Es kann als Öl in seiner puren Form direkt auf die Haut aufgetragen werden. Außerdem kommt es in zahlreichen Kosmetikprodukten vor.

Squalan Öl vs. in Kosmetikprodukten

Reines Squalan Öl ist der Inhaltsstoff in seiner puren Form. Das hat den Vorteil, dass keine weiteren Zusätze oder Duftstoffe zu Reizungen führen können. Trotzdem handelt es sich hier „nur“ um ein Öl, das heißt allein spendet es keine Feuchtigkeit.

Daher wird Squalan in hochwertigen Kosmetikprodukten sehr gerne mit anderen Wirkstoffen kombiniert. Cremes mit dem Inhaltsstoff sorgen für ein seidiges „Finish“ auf der Haut. Hauptsächlich kommt er in Pflegeprodukten für trockene, empfindliche oder barrieregestörter Haut vor.

Achtung: Öle wirken feuchtigkeits-bewahrend, das heißt sie können nur in Verbindung mit Feuchtigkeitsspendern für mehr Feuchtigkeit in der Haut sorgen.

Hände cremen sich mit Squalan Öl ein

Da bei der Hautkrankheit Neurodermitits die Hautschutzbarriere oft geschädigt ist, kann eine Creme mit Squalan helfen. Noch verstärkt wird der Aufbau der Hautschutzbarriere durch Wirkstoffe wie beispielsweise Ceramide. Ceramide sind die Fettbausteine der Haut. Die hohe Verträglichkeit ist ein weiterer Pluspunkt, weswegen sie ohne Bedenken angewendet werden kann.

Der Inhaltsstoff sorgt in Kosmetikprodukten dafür, dass diese besser in die Haut einziehen. Dadurch können Wirkstoffe gut aufgenommen werden. Künstliche Ersatzstoffe wie beispielsweise Silikone können da nicht mithalten. Generell sorgt Squalan für eine gute Verteilbarkeit der Creme auf der Haut.

Squalane Cleanser

Ein Cleanser mit Squalane ist eine gute Wahl für eine milde Reinigung. Zu harsche Reinigungsprodukte greifen nämlich die Hautschutzbarriere an. Dadurch können Keime leichter in die Haut eindringen.

In der Naturkosmetik ist die Ölreinigung sehr beliebt. Ein Cleanser mit Squalane ist nichts anderes als eine Ölreinigung. Das Öl kann auch mit anderen Ölen gemischt werden. Um beispielsweise hartnäckige wasserfeste Wimperntusche mit dem MakeUp-Magneten zu entfernen, kann man zusätzlich ein paar Tropfen Öl zu Hilfe nehmen. Beim richtigen Abschminken sollten nämlich alle Produktreste von der Haut entfernt werden.

Ist Squalan komedogen?

Anders als viele andere Öle ist Squalan nicht komedogen. Demnach verstopft der Inhaltsstoff die Poren nicht und löst keine Unreinheiten aus. Trotzdem sollten manche Hauttypen nicht zu reinem Squalan Öl greifen. Der Grund dafür ist einfach: bei unreiner Haut oder Akne ist die Anzahl an Lipiden (=Fettsäuren) erhöht. Eine Studie zeigt, dass bereits im Hauttalg von Akne-Probanden Squalen einen deutlich höheren Anteil hat. Dadurch kann der Talg schlechter abfließen und die Poren schneller verstopfen. Ein reines Öl kann dies noch zusätzlich fördern.

Eine bessere Wahl bei unreiner Haut oder Akne ist eine Creme mit Squalan zu verwenden. Beispielsweise kann eine Nachtcreme mit dem Wirkstoff dabei helfen, die Feuchtigkeit in der Haut zu bewahren und die Talgproduktion zu regulieren. Eine Creme, die speziell auf diesen Hauttyp abgestimmt ist, verstopft auch nicht die Poren. Fettbestandteile wie Sheabutter oder Squalan sind bei diesen Cremes weniger hoch dosiert als bei reichhaltigeren Cremes für trockene Haut.

Squalan für die Haare

Squalan Produkte für die Haare

Durch die positiven Eigenschaften von Squalane eignet es sich sehr gut für die Haarpflege. Das Öl pflegt die Haare, fettet dabei aber nicht. Reichhaltigere Öle wie beispielsweise Kokosöl oder Arganöl lassen die Haare schnell fettig aussehen.

Der Inhaltsstoff bewahrt die Feuchtigkeit in den Haaren. Dadurch glänzen sie schön und sehen gesund aus. Ein Haaröl mit Squalan kann besonders bei trockenen Haarspitzen helfen. Auch kannst Du ganz einfach ein paar Tropfen von reinem Squalane Öl in Deine Haarprodukte mischen. Es wird deshalb in zahlreichen Haarpflegeprodukten verwendet:

  • Shampoo
  • Conditioner (=Spülung)
  • Haarmaske oder Kur
  • Haaröl
  • Leave-In-Produkt

Squalan oder Hyaluron – was ist „besser“?

Uns haben viele Fragen erreicht, was denn besser ist – Squalan oder Hyaluron? Diese beiden Stoffe kann man jedoch gar nicht miteinander vergleichen. Squalan ist ein Öl, welches nur die Feuchtigkeit in der Haut bewahrt. Hyaluron dagegen ist ein Feuchtigkeitsspender, welcher die Hautfeuchte erhöht. Beide Wirkstoffe sind aber sehr hautverträglich und auf ihre eigene Weise sehr effektiv.

Wir nutzen sowohl Squalan als auch Hyaluron in unseren Kosmetikprodukten, weil sie unterschiedliche Wirkungsweisen haben. Während Hyaluron als Klassiker in Kosmetikprodukten gilt, ist Squalane eher ein Neuling. Die vielen positiven Eigenschaften haben uns aber vollends überzeugt. Bist Du es auch? Vielleicht hast Du sogar bereits Erfahrungen mit Squalan gemacht? Wir freuen uns sehr über Deine Meinung in den Kommentaren.

SODIUM HYALURONATE

Salz der Hyaluronsäure

Hyaluronsäure; Sodium Hyaluronate

Hyaluronsäure ist einer der wirksamsten und bekanntesten Wasserspeicher. Die Kombination von lang- und kurzkettiger Hyaluronsäure unterstützt die langfristige Anti-Falten-Wirkung. Zugleich kann sie direkt zu einer durchfeuchteten, strafferen Haut beitragen.

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