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Duftstoffe in der Kosmetik

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Duftstoffe in der Kosmetik stehen immer stärker in der Kritik. Zwar ist ein schöner Duft oft entscheidend für den Kauf von Kosmetik, jedoch wandert nichtsdestotrotz der Trend zu Produkten, die 100% frei von Duftstoffen sind. Grund dafür: viele der Duftstoffe, die in der Kosmetikbranche verwendet werden, haben ein hohes Allergiepotential. Deswegen werben nun viele Beautyhersteller mit ihren „parfümfreien“ Artikeln. Aber was steckt wirklich dahinter und wie erkennt man hautreizende Inhaltsstoffe?

Was muss man bei Duftstoffen in der Kosmetik beachten?

Es gibt in der Kosmetik insgesamt 3000 eingesetzte Duftstoffe. Von diesen 3000 wurden 26 auf Grund ihres hohen Allergiepotentials gekennzeichnet. Jedoch schließt dies nicht automatisch aus, dass die restlichen 2974 Duftstoffe ganz und gar unschädlich sind. Man bewegt sich also bei dem Thema „Duftstoffe“ in einem noch nicht zu Ende gedachten und getesteten Bereich. Zudem bemerkt man oft die Schäden am Körper erst nach paar Jahren Gebrauch eines Hautpflegeprodukts. Über die Jahre hinweg wird die Haut überempfindlich, da sie sich auf Grund der ständigen Anwendung des Produkts nicht regenerieren kann.

hypoallergen

“hpoallergene” Kosmetik

Eine weitere Marktfalle ist das Label „hypoallergen“. Dieses sagt leider nicht viel aus, da es sich weder um einen gesetzlich geschützten noch um einen wissenschaftlichen Begriff handelt. Es bedeutet einfach nur, dass es sich um ein wenig allergieerzeugendes Produkt handelt. Jedoch gibt es keine Aussage darüber, ob tatsächlich allergieauslösende Inhaltsstoffe verwendet werden. Das Siegel ist leider oftmals nur eine reine Marketingstrategie von Unternehmen.

parfümfrei

“parfümfrei” 

Ebenso muss man beim Kauf darauf achten, dass die Duftstoffe nicht immer unter dem Begriff „Parfüm“ oder „Fragrance“ gelistet werden: sobald nämlich ein Inhaltstoff neben dem Duftaspekt auch eine andere Funktion im Produkt erfüllt, dürfen die Hersteller ihn unter einer anderen Kategorie aufführen. Das ist oft der Fall, wenn ein Produkt das Label „parfürmfrei“ bzw. „duftneutral“ trägt. Dies bedeutet dann nicht wirklich “frei von Parfüm”, sondern nur, dass der allergieerregende Inhaltstoff in dieser Zusammenstellung nicht zu den Duftstoffen zählt. Dies kann zum Beispiel vorkommen bei dem Inhaltstoff „Farnesol“: dieser ist nicht nur ein an Maiglöckchen erinnernder Duftstoff, sondern wirkt auch bakterienhemmend und ist ein Lösungsmittel. Auch bei dem Stoff „Benzylalkohol“ mit einem Jasmin ähnlichem Duft, ist es nicht nur der Geruch, weswegen er in der Kosmetik benutzt wird. Benzylalkohol ist auch ein Konservierungsmittel.

Das BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) behauptet, dass jedes fünfte Produkt, das mit „duftneutral“ gekennzeichnet ist, trotzdem einen Duftstoff enthält. Es ist also wichtig, dass Kleingedruckte zu lesen und nicht nur nach dem verallgemeinerten Begriff „Parfüm“ bei dem Kauf von Pflegeprodukten Ausschau zu halten.

Wie erkennt man ihn Kosmetikprodukten die Duftstoffe?

Grundsätzlich sind Duftstoffe auf der INCI-Liste (Internationale Nomenklatur für kosmetische Inhaltsstoffe) unter einer dieser folgenden Begriffe aufgelistet: Parfum, Fragrance, Aroma oder Flavour. Die Inhaltsstoffe müssen in der Reihenfolge ihrer Menge, die im Produkt enthalten ist, aufgelistet werden. Steht “Parfüm” in der Liste also weit oben, kannst du davon ausgehen, das eine größerer Menge an Duftstoffen enthalten ist. Hier muss man jedoch unterscheiden zwischen Duftstoffen, die eine gewisse Konzentrationsgrenze überschreiten und bei denen das Allergierisiko höher eingeschätzt wird und die, die unter dem Sammelbegriff „Parfüm“ aufgeführt werden dürfen. Es wurden 26 natürliche und synthetische Duftstoffe festgelegt, die ab einer gewissen Menge separat aufglistet werden müssen, da sie mit höherer Wahrscheinlichkeit allergische Reaktionen auslösen können.

Duftstoffe
  • Bei sogenannten leave-on Produkten, wie Lotion, Make-Up, Cremes oder Deos liegt diese Grenze bei 0,001%.
  • Bei rinse-off Produkten, wie zum Beispiel Duschgel oder Shampoos ist die Konzentrationsgrenze nur bei 0,01%.

Hier die Liste der kennzeichnungspflichtigen Duftstoffe: 

Amyl Cinnamal

Anise Alcohol

Benzyl Alcohol

Benzyl Cinnamate

Cinnamyl Alcohol

Farnesol

Citral

Butylphenyl Methylpropional

Eugenol

Linalool

Hydroxycitronellal

Benzyl Benzoate

Isoeugenol

Citronellol

Amylcinnamyl Alcohol

Hexyl Cinnamal

Benzyl Salicylate

Limonene

Cinnamal

Methyl 2-Octynoate

Coumarin

Alpha-Isomethyl Ionone

Geraniol

Evernia Prunastri Extract (Eichenmoosextrakt)

Hydroxyisohexyl 3-Cyclohexene Carboxaldehyde

Evernia Furfuracea Extract (Baummoosextrakt)

Alle restlichen 2974 Duftstoffe von den insgesamt 3000 in der Kosmetik verwendeten, dürfen – egal welche Konzentration – unter dem Begriff „Parfüm“ zusammengefasst werden.

Natürliche und synthetische Duftstoffe – warum Naturkosmetik auch Gefahren birgt

Obwohl viele Naturkosmetikhersteller mit ihren hautschonenden und duftstofffreien  Produkten werben, ist leider auch diese Branche meistens nicht ganz frei von allergieerregenden Inhaltsstoffen. Tatsächlich sind 18 der 26 kritischen Duftstoffe natürliche Bestandteile ätherischer Öle. Sie können aber auch synthetisch produziert werden. Zu diesen 18 Duftstoffen gehören zum Beispiel Coumarin, Citral, Linaool, Limonen und Eugenol.

Wer sich sicher sein möchte, dass Produkte weder natürliche noch synthetische Duftstoffe enthalten, kann zum Beispiel den Produkthersteller kontaktieren oder sich an dem DAAB-Label (Deutscher Allergie- und Asthmabund) orientieren. Die von ihnen ausgezeichneten Produkte sind frei von jeglichen Duftstoffen, ätherischen Ölen und stark reizenden Stoffen.

Wie man sieht, ist die Natur und ihre Erzeugnisse nicht immer risikolos. Nur weil ein Produkt Naturkosmetik ist, bedeutet es nicht automatisch, dass es qualitativ und reizstoffarm ist.

Wie sich eine Allergie auf Duftstoffe bemerkbar machen kann

allergische-Reaktion

Eine allergische Reaktion ist ähnlich wie eine Immunabwehr. Jedoch während bei einer normalen Grippe die Abwehr sehr wichtig ist, ist eine allergische Reaktion eher problematisch: hier stuft der Körper eigentlich harmlose Stoffe als gefährlich ein und aktiviert die Abwehrkräfte.  

Bei einer Duftstoffallergie handelt es sich um eine “Kontaktallergie”. Diese gehört zu dem Allergie-Typ IV, die auch “Spättyp” genannt wird. Bei Allergien dieser Art kommen die Beschwerden erst nach Stunden oder sogar Tagen nach dem Kontakt mit dem Allergen zum Vorschein. Hier wird eine Reaktion des Immunsystems durch die T-Lymphozyten aktiviert. Diese überwachen, ob sich Fremdmaterial im Körper befindet. Wenn die T-Lymphozyten das Allergen erkennen, leiten sie die Information an das Immunsystem weiter, welches entsprechend reagiert. 

Allergische Reaktionen können ganz unterschiedliche und individuelle Auswirkungen haben. Sie reichen von leichten Rötungen bis zu Unreinheiten und Schwellungen. Weitere Kennzeichen können auch Ausschläge, Juckreiz, Empfindlichkeit, Schuppungen auf der Haut oder sogar Pigmentstörungen sein. Diese kommen dadurch zustande, dass Duftstoffe eine gesteigerte Lichtempfindlichkeit der Haut hervorrufen können. Die Haut hat folglich einen niedrigeren Eigenschutz und ist somit im Extremfall anfälliger für Hyperpigmentierung.

alltäglicher Umgang mit Duftstoffen

Das Problematische mit Kontaktallergien ist, dass sie nicht heilbar sind. Betroffene sind in ihrem normalen Alltag ein Leben lang sehr stark eingeschränkt: bei jedem Kauf müssen sie auf der INCI-Liste nach dem Allergen Ausschau halten und dieses kontinuierlich meiden. 

Sich über seine Produkte zu informieren – vor allem über die, die man an sein Gesicht lässt – ist also ausschlaggebend dafür, solche Allergien zu umgehen und seine Gesundheit langfristig zu garantieren. Natürlich ist nicht jeder gleich sensibel. Manche reagieren sehr stark auf Produkte, in denen auch nur eine minimale Konzentrationsmenge von Duftstoffen enthalten ist, wobei andere diese ohne Probleme vertragen. 

Am besten ist es trotzdem immer, so neutrale Produkte wie möglich zu verwenden, um nicht mit den Folgen billiger Produkte mit schädlichen Duftstoffen kämpfen zu müssen. Man sollte deswegen grundsätzlich beim Kauf weniger nach dem Geruch eines Pflegeartikels gehen, sondern mehr nach der nachgewiesenen Qualität.

Faces of Feys Philosophie

Für uns bei Faces of Fey ist Qualität und Transparenz der Grundbaustein bei der Entwicklung unserer Produkte. Wir möchten Kosmetik kreieren, die hautschonend und hochwertig ist. Bei leave-on Produkten verzichten wir deswegen grundlegend sowohl auf natürliche als auch auf synthetische Duftstoffe. Bei unserer rinse-off Kosmetik verwenden wir eine sehr geringe Menge und keine deklarierungspflichtigen Duftstoffe. Hier findest Du eine Auflistung all unserer verwendeten Inhaltstoffe.

3 Idee über “Duftstoffe in der Kosmetik

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