Unreine Haut

Unreine Haut in Nahaufnahme

Unreine Haut betrifft nicht nur Jugendliche oder junge Erwachsene, sondern leider auch immer mehr ältere Menschen. Besonders durch das Tragen einer Maske leiden viel mehr Menschen unter Hautunreinheiten als vor Corona. Hier erfährst Du, was die richtige Behandlung mit 20, 30 oder auch 40 ist – denn in jedem Alter sind Pickel und Co. gut behandelbar! Außerdem erklären wir die verschiedenen Ursachen und zeigen, was wirklich gegen unreine Haut hilft.

Unreine Haut – Was ist das genau?

Unreine Haut ist nicht zu verwechseln mit öliger Haut. Ölige oder auch fettige Haut ist ein Hauttyp, bei dem die Haut mehr Talg als normalerweise produziert. Deshalb neigt ölige Haut aber auch öfter zu Unreinheiten, weil durch den überschüssigen Talg die Poren leichter verstopfen können.

Unreine Haut tritt in Form von Mitessern, Pickeln, Papeln oder Pusteln auf. Dabei ist das umliegende Gewebe meistens gerötet und gereizt. Häufig entstehen nach dem Abheilen von Hautunreinheiten Aknenarben oder Pickelmale. Deshalb sollte man Unreinheiten nicht selbst ausdrücken.

Unreine Haut im Gesicht oder am Körper?

Körper und Gesicht können davon gleichermaßen betroffen sein. Pickel am Rücken oder am Dekolleté sind keine Seltenheit. Im Gesicht können Pickel am Kinn, im Kieferbereich oder am Hals auf eine hormonelle Akne hindeuten. Unreine Haut auf der Stirn sollte man nicht mit Fungal Akne verwechseln. Diese hat nämlich andere Ursachen als herkömmliche Pickel.

Wie entstehen Hautunreinheiten?

Unreine Haut ist nicht nur unschön, sondern stellt oft eine große Belastung für die Betroffenen dar. Doch wie entsteht überhaupt ein Pickel?

Generell können verschiedene Ursachen dazu führen, dass die Poren schneller verstopfen und ein Pickel entsteht. Diese Ursachen begünstigen zudem die Entstehung von kleinen Entzündungsherden in der Haut. Eine übermäßige Talgproduktion (Seborrhö) und die Hautveränderung Hyperkeratose (Verhornungsstörung) führen dazu, dass sich vermehrt Komedone (Mitesser) bilden.

Diese Hautveränderung verhindert nämlich den Abfluss von Sebum (Talg), indem verhornte und abgestorbene Hautzellen die Ausgänge der Talgdrüsen blockieren. Hinzu kommt eine vermehrte Bakterienbildung und das Chaos auf unserer Haut ist komplett! Aufgrund dieser Faktoren kommt es dann zu einer Entzündung beziehungsweise zu einem Pickel auf unserer Haut: Entzündungsherde, übermäßige Talgproduktion, Verhornungsstörung und Bakterienbildung.

Pickel vs. Mitesser

Ein Mitesser kann die Vorstufe von einem Pickel sein. Durch eine verstärkte Talgproduktion und eine Verhornungsstörung bildet sich ein sogenannter Hornpfropf, welcher die Pore verstopft. Die medizinische Bezeichnung hierfür ist Komedo, der umgangssprachliche Ausdruck Mitesser.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen offenen und geschlossenen Mitessern. Offene Mitesser erkennt man an ihrer schwarzen Farbe, das heißt es handelt sich hier zum Beispiel um diese kleinen schwarzen Punkte auf der Nase. Ein offenes Komedo wird selten zu einem Pickel. Ein geschlossenes Komedo dagegen schon. Es kann dann zu einem Pickel werden, wenn Bakterien hineingelangen und so eine Entzündung in der Haut verursachen.

Wusstest Du, dass…?

Geschlossene Mitesser nur dunkel bis schwarz aussehen, weil der in der Pore enthaltene Talg, wenn er mit Sauerstoff in Kontakt kommt oxidiert und sich dunkel verfärbt.

Eine Nase mit vielen geschlossenen Mitessern ist typisch für unreine Haut.

Unreine Haut: Ursachen

Hormonelle Ursachen – unreine Haut in der Schwangerschaft, Pubertät und den Wechseljahren

Unreinheiten haben sehr oft hormonelle Ursachen. Das ist auch der Grund, warum viele Jugendliche in der Pubertät unter unreiner Haut leiden. Verantwortlich hierfür ist das männliche Hormon Testosteron, weshalb besonders Jungs und junge Männer davon betroffen sind. Aber auch Frauen können durch ein hormonelles Ungleichgewicht vermehrt Hautunreinheiten bekommen. Das kann zum Beispiel in der Schwangerschaft, den Wechseljahren oder nach dem Absetzen der Pille der Fall sein. Hier kannst Du mehr über den Einfluss auf das Hautbild durch unsere Hormone sowie hormonelle Akne oder Pickel durch Hormone lesen.

Genetik und Hauttyp spielen eine Rolle

Es gibt Studien, welche festgestellt haben, dass die Gene eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von unreiner Haut und vor allem Akne haben. Die Veranlagung wird wahrscheinlich in der Pubertät von den Eltern vererbt, denn die Wahrscheinlichkeit für Kinder an Akne zu erkranken steigt auf 50 Prozent, wenn beide Elternteile in der Jugend ebenfalls davon betroffen waren.

Trockene unreine Haut

Trockene Haut neigt grundsätzlich weniger zu Unreinheiten als fettige Haut. Das liegt daran, weil weniger Talg produziert wird und die Poren nicht so schnell verstopfen. Dadurch kann die Haut jedoch stellenweise zu trocken sein oder man hat generell eine sogenannte trockene Fetthaut. Diese ist umgangssprachlich als Mischhaut bekannt.

Ist die Haut zu trocken und trotzdem unrein, sollte man ihr auf jeden Fall Feuchtigkeit zuführen. Das macht man am besten mithilfe eines Serums, denn eine reichhaltige Creme kann bei trockener, unreiner Haut die Poren verstopfen und weitere Unreinheiten verursachen.

Fettige unreine Haut

Fettige bzw. ölige Haut neigt öfter zu Unreinheiten als andere Hauttypen. Damit der Talg besser abfließen kann, empfiehlt es sich ein bis zweimal pro Woche ein chemisches Peeling zu machen. Das löst Verhornungen auf und die Poren verstopfen nicht so leicht. Folglich entstehen weniger Entzündungen, Pickel und Mitesser. Auch bei diesem Hauttyp sollte man auf genügend Feuchtigkeit setzen, weil die Haut nur so viel Talg produziert, um die verbliebene Feuchtigkeit in der Haut zu bewahren. Ein leichtes Feuchtigkeitsserum ist auch hier besser als eine reichhaltige Creme. Generell eignen sich bei unreiner Haut Produkte auf Wasserbasis mehr als auf Ölbasis.

Empfindliche unreine Haut

Immer mehr Menschen haben empfindliche Haut, welche eigentlich gar kein eigener Hauttyp ist. Dennoch tritt sie immer öfter auf und periorale Dermatitis ist längst keine Seltenheit mehr, denn unsere Haut ist durch zu viele Pflegeprodukte, Farb- und Duftstoffe etc. empfindlicher geworden. Kommen dann noch Unreinheiten dazu, ist es sehr schwierig diese zu behandeln, denn viele Anti-Pickel-Produkte trocknen die Haut zu sehr aus und können Reizungen verursachen.

Gesondert zu betrachten sind jedoch die Krankheitsbilder Akne und Couperose (Rosacea). Da es sich hier um Hautkrankheiten handelt, sollten diese diagnostiziert und professionell behandelt werden.

Unreinheiten durch bestimmte Medikamente

Eine dunkelhäutige Hautärztin lächelt.

Akne und unreine Haut kann durch manche Medikamente zwar verbessert, durch Andere aber verschlimmert werden. Beispielsweise können Androgene, Steroide, Psychopharmaka oder Neuroleptika den Hautzustand verschlechtern. Ob und inwieweit das auf Dein Medikament zutrifft, solltest Du bitte mit dem zuständigen Arzt oder der Ärztin besprechen.

Unreine Haut und Ernährung – so hängt es zusammen

Manche Lebensmittel wie Weizen, Zucker und tierische Produkte können Entzündungen im Körper befeuern. Das trifft auch auf unsere Haut zu, denn der Einfluss der Ernährung ist nicht klein. Zudem kann ein ungesunder Lebensstil mit viel Alkohol, rauchen und wenig Schlaf unserer Haut schaden. Hier ist eine Liste mit Lebensmitteln, welche man vermeiden sollte. Wie immer gilt auch hier: Die Dosis macht das Gift. Das heißt, in Maßen sind diese Lebensmittel nicht schädlich. Deshalb darf man sich ab und zu gerne etwas gönnen. Generell sollte man jedoch auf eine ausgeglichene Ernährung mit viel Gemüse und Obst, gesunden Fetten sowie komplexen Kohlenhydraten achten.

Was hilft gegen unreine Haut?

Die richtige Gesichtspflege bei unreiner Haut

Die richtige Gesichtspflege ist bei zu Unreinheiten neigender Haut sehr wichtig, denn falsche Pflege kann den Hautzustand zusätzlich verschlechtern. Eine milde Reinigung beispielsweise mit einem Konjac Schwamm und ein leichtes Serum sind die Basis für reine, strahlende Haut. Bei der Reinigung sollte man darauf achten, dass diese ph neutral ist, das heißt den pH-Wert der Haut nicht zerstört. Ist der Säureschutzmantel der Haut nämlich nicht mehr intakt, haben Bakterien etc. ein leichtes Spiel.

Auch ein Gesichtsöl kann bei unreiner Haut gute Ergebnisse erzielen. Man sollte aber unbedingt darauf achten, ob dieses komedogen (porenverstopfend) wirkt. Deshalb ist Jojobaöl sehr gut geeignet, denn es ist nicht komedogen, bewahrt die Feuchtigkeit in der Haut und fettet nicht. Ob man zusätzlich ein Gesichtswasser bei unreiner Haut benötigt oder nicht, erfährst Du in diesem Video.

Hausmittel gegen unreine Haut? – Helfen nicht!

Hausmittel sind bei Pickeln und Co. eine ganz schlechte Idee. Diese helfen nicht und können im schlimmsten Fall zu mehr Unreinheiten, Entzündungen und gereizter Haut führen. In unserem Blogbeitrag Hausmittel gegen Pickel erfährst Du alles rund um das Thema. Dort gehen wir auf Aloe Vera, Teebaumöl, Backpulver und viele andere Küchenhelfer ein und erklären, warum diese nichts auf der Haut zu suchen haben.

Make-up für unreine Haut – unsere Empfehlungen

Das richtige Make-up zu finden ist generell eher schwierig, denn die Verträglichkeit ist sehr individuell. Aber weil wir wissen, dass viele Menschen ihre Hautprobleme abdecken wollen und dieses Produkt dann den ganzen Tag auf der Haut ist, haben wir drei Empfehlungen aus unserem Team zusammengetragen. Diese haben eine leichte Textur und fördern die Entstehung von unreiner Haut nicht. Gerne kannst Du uns gute Empfehlungen direkt per E-Mail, Instagram oder WhatsApp schreiben.

Bobbi Brown 

SPF 15, leicht mattierend, ölfrei, nicht komedogen, feuchtigkeitsspendend, zahlreiche Farbnuancen, sehr hochpreisig

Chanel le beige

kein SPF, leichte Textur, nicht komedogen, feuchtigkeitsspendend, in 20 Farbnuancen erhältlich, sehr hochpreisig

Toleraine von La Roche Posay

SPF 25, besonders geeignet für irritierte oder empfindliche Haut, leichtes Fluid, nicht komedogen, nur in wenigen Farbnuancen erhältlich, mittelpreisig

Pickel und Co. nicht selbst ausdrücken

Pickel sollte man nicht selbst ausdrücken, weil dadurch Bakterien in die Haut gelangen können und sich das Hautbild sogar noch verschlechtern könnte. Manche Hautveränderungen haben zudem keinen Inhalt, welcher ausgedrückt werden kann. Welche Hautveränderungen es gibt und ob es Sinn macht, diese professionell ausreinigen zu lassen, kannst Du hier nachlesen.

Sind durch unsachgemäßes Ausdrücken von Hautunreinheiten bereits Pickelmale oder Narben entstanden, können diese sehr gut mit dem Dermaroller 0,75 mm behandelt werden. Mehr dazu erfährst Du hier.

Sonnenschutz verwenden

Eine Frau trägt Sonnencreme für unreine Haut auf ihre Wange auf.

Sonnenschutz ist genauso wie Make-up ein sehr individuelles Thema bezüglich Verträglichkeit und Anwendung. Grundsätzlich sollte man Sonnencreme jeden Tag tragen, denn auch an bewölkten oder regnerischen Tagen ist die UV-Strahlung stark genug, um unserer Haut zu schaden.

Man unterscheidet bei Sonnenschutz zwischen chemischen (organischen) und mineralischen (anorganischen) Filtern. Wir empfehlen einen Mix aus anorganischen und modernen organischen Filtern zu wählen. Nur mineralische Filter lösen sich schlecht und neigen dazu, auf der Haut stark zu weißeln. Bei unreiner Haut sollte man zusätzlich auf eine leichte Textur achten.

Hautunreinheiten in der Puberät vs. unreine Haut mit 30 oder 40? – Das hilft wirklich bei Spätakne

Unreinheiten in der Pubertät und unreine Haut mit 30, 40 oder egal in welchem Alter, haben generell die gleichen Ursachen. Es kommt immer entweder zu einer übermäßigen Talgproduktion, einer Verhornungsstörung und/oder vermehrten Bakterienbildung.

Deshalb ist es entscheidend auf eine regelmäßige Hautpflegeroutine mit Wirkstoffen zu setzen. Bewährte Wirkstoffe sind Salicylsäure (BHA), verschiedene Säuren (AHA), Vitamin C sowie Retinol oder Bakuchiol. Besonders bei reifer Haut, welche zu Hautunreinheiten neigt, eignet sich ein Vitamin C Booster sehr gut. Dieser bekämpft neben den Unreinheiten auch erste Anzeichen von Hautalterung wie beispielsweise Pigmentflecken.

Wann zum Profi? – Unsere Empfehlung

Bei unreiner Haut kann man mit den richtigen Wirkstoffen, einer regelmäßigen Hautpflegeroutine sowie einem gesunden Lebensstil sehr viel bewirken. Bei Akne oder Spätakne empfiehlt es sich trotzdem einen Hautarzt oder eine Hautärztin aufzusuchen, denn bei Akne handelt es sich um eine Hautkrankheit. Diese sollte diagnostiziert und behandelt werden.

Egal in welchem Alter – Hautunreinheiten sind lästig und wir wollen sie so schnell wie möglich loswerden. Wir hoffen, dass Du jetzt verstehst, wie unreine Haut überhaupt entsteht, welche Ursachen sie hat und wie Du sie am besten behandeln kannst damit Du wieder strahlend reine Haut hast.