Mikroplastik in Kosmetik

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Mikroplastik in Kosmetik

FACES OF FEY | Zuletzt aktualisiert: 04.04.2026 | Lesezeit ca. 4 min

Das Wichtigste in Kürze:

Peelings, Duschgel, Reinigungslotionen und sogar im Lippenstift: In sehr vielen Kosmetikprodukten ist heute immer wieder Mikroplastik zu finden. Was genau Mikroplastik eigentlich ist, warum es überhaupt in Kosmetik verwendet wird und was das für Folgen hat, erfährst Du in diesem Blogbeitrag. Außerdem zeigen wir Dir wie Du Mikroplastik erkennen und vermeiden kannst.

Mikroplastik in Kosmetik

Peelings, Duschgel, Reinigungslotionen und sogar Lippenstift: In sehr vielen Kosmetikprodukten ist heute Mikroplastik zu finden. Was genau Mikroplastik eigentlich ist, warum es in Kosmetik verwendet wird und welche Folgen das hat, erfährst Du in diesem Beitrag. Außerdem zeigen wir Dir, wie Du Mikroplastik erkennen und vermeiden kannst.

Was ist Mikroplastik?

Unter Mikroplastik verstehen wir kleine Plastikpartikel mit einer Größe unter fünf Millimeter. Die Teilchen sind manchmal so klein, dass wir sie mit dem bloßen Auge nicht mehr sehen können. In der Industrie wird Mikroplastik gezielt hergestellt, um es in Kosmetikprodukten einzusetzen. Auf der anderen Seite entstehen die kleinen Teilchen auch dann, wenn Plastiktüten und Co. zerfallen — in diesem Fall sprechen wir von sogenannter sekundärer Mikroplastik.

Mikroplastik in der Kosmetik ist mittlerweile in zahlreichen Pflegeprodukten zu finden. Die feinen Kügelchen landen beispielsweise oft in Peelings — aber auch in Shampoos, Sonnencremes, Reinigungsprodukten, Make-up und Lippenpflegeprodukten ist Mikroplastik oft präsent.

Mikroplastik Partikel

Warum gibt es Mikroplastik in Kosmetik?

Kosmetik ohne Mikroplastik ist fast schon rar — doch warum ist das eigentlich so? In der Kosmetik haben Kunststoffe unterschiedliche Funktionen. So können sie dafür sorgen, dass ein Duschgel besser schäumt oder schöner glänzt. Wir haben das Gefühl, dass Haut und Haar viel glatter sind. Die Wahrheit ist jedoch, dass es sich nicht um eine echte glättende Wirkung handelt, sondern nur um einen dünnen Film, der sich durch das Mikroplastik auf die Oberfläche schmiegt. Das kennen wir zum Beispiel von Silikonverbindungen in Cremes und Haarspülungen. Einen pflegenden Effekt gibt es dabei nicht.

Darüber hinaus sorgen die Partikel in manchen Produkten für einen Peeling-Effekt. Grundsätzlich ist Mikroplastik in Kosmetik — im Gegensatz zu dem, was oft verbreitet wird — nicht direkt schädlich für die Haut. Zwar können die Partikel die Hautbarriere nicht durchbrechen, doch sie gelangen über Umwege in unseren Körper: Durch das Abwasser gelangen die Partikel in die Umwelt und von dort zurück in unseren Organismus.

Wie Mikroplastik uns und der Umwelt schadet

Dass Plastik an sich schon ein enormes Problem für die Umwelt darstellt, wissen wir bereits. Meist wird es auf Erdölbasis hergestellt und ist nicht biologisch abbaubar. Kläranlagen können die oft mikroskopisch kleinen Teilchen nicht aus dem Abwasser herausfiltern — Reste gelangen ungehindert in Gewässer, auf Felder und in die Luft. Der Kunststoff verbleibt mehrere Jahrhunderte in der Umwelt. Hochgiftige Schadstoffe wie Pestizide lagern sich an den Teilchen an.

Das Plastik ist der Tod für unsere Ökosysteme: Für Meeresorganismen ist es bereits ein vermeintliches Nahrungsmittel. Würmer, Fische und Muscheln verwechseln es oft mit Nahrung oder nehmen die Teilchen passiv durch Filtration auf. Die Folgen: Meeresorganismen weisen physiologische Störungen auf, bekommen Tumore und haben eine erhöhte Sterberate. Doch es bleibt nicht bei den Meeresbewohnern — auch für unsere eigene Gesundheit ist das Plastik alles andere als gut. Durch die unkontrollierbare Ausbreitung in Umwelt und Nahrungskette wird in Untersuchungen immer wieder Mikroplastik im menschlichen Körper nachgewiesen.

Wie erkennst Du Mikroplastik in Kosmetik?

Mithilfe einer Mikroplastik-Liste kann man als Verbraucher relativ schnell erkennen, ob ein Pflegeprodukt Mikroplastik enthält. Zwar müssen Kunststoffe laut Gesetz auf der Verpackung angegeben werden, doch die Fachbegriffe sind oft kaum lesbar. In jedem Fall ist Mikroplastik enthalten, wenn auf der Verpackung folgende Bezeichnungen zu finden sind:

  • Polyethylen oder Polyethylene (PE)
  • Polyethylenterephtalat (PET)
  • Polypropylen oder Polypropylene (PP)
  • Polypropylenglycol (PPG)
  • Acrylate Crosspolymer (ACS)
  • Acrylate Copolymer (AC)
  • Dimethiconol
  • Methicone
  • Polyamide (PA, Nylon-6, Nylon-12)
  • Polyacrylat oder Polyacrylate (PA)
  • Polymethylmethacrylate (PMMA)
  • Polystyrene (PS)
  • Polyquaternium (PQ)
  • Polyurethane (PUR)
  • Polyethylenglycol
  • Siloxan

Mikroplastik in Kosmetik vermeiden

Kosmetik ohne Mikroplastik

Selbstverständlich gibt es auch Kosmetik ohne Mikroplastik. Hochwertige Kosmetik kommt ohne Plastikpartikel aus, weil sie auf Inhaltsstoffe setzt, die die Haut tatsächlich pflegen — nicht nur diesen Eindruck erwecken. Die Plastikpartikel legen sich wie ein dünner Film auf Haut und Haare und erzeugen nur an der Oberfläche eine scheinbare Pflegewirkung. In Wahrheit entsteht eine Schicht, die pflegende Wirkstoffe nicht mehr durchdringen können.

Besser ist es, bei Kosmetikprodukten auf hochwertige Inhaltsstoffe wie Öle, Ceramide, Peptide und andere aktive Wirkstoffe zu achten. Vor allem bei Peelings sollte man genauer hinsehen. Empfehlenswert sind zum Beispiel Kügelchen aus Jojobaöl statt Plastik — sie sind rund, peelen sanft und kratzen die Haut nicht auf wie andere natürliche Alternativen (z.B. Nussschalen oder Meersalz). Wer auf hochwertige Inhaltsstoffe setzt, tut sich und seiner Haut etwas Gutes — und kann damit rechnen, dass die Haut sich von ihrer schönsten Seite zeigt.

Häufige Fragen